
Der folgende Text entstand in den Jahren 2024 und 2025. Er betrifft gleichermaßen Kaiser, Könige und Fürsten als Staatsoberhaupt. Die erste Fassung dieses Aufsatzes hatte den Titel „Der König als Symbol“, weil er zeitgemäß sein will und es in Europa heute keine Kaiser mehr gibt, aber 7 Könige. Da es in Österreich aber nie einen König gab, sondern ausschließlich Erzherzöge und Kaiser, wurde der Titel auf die jetzige Fassung geändert.
Vorweg zur Klarstellung: Wir von der Schwarz Gelben Allianz SGA sind zu 100% Demokraten. Wir lehnen jede Form von Diktatur und autoritärer Herrschaft ab! Wir streben die Errichtung einer konstitutionellen parlamentarischen Monarchie in Österreich an - nach dem Vorbild der heute existierenden europäischen Monarchien.
Es gibt in Österreich ein weit verbreitetes Missverständnis, wobei die Begriffe „Republik“ und „Demokratie“ gleichgesetzt werden. Das ist ein grober Irrtum! Es wird ja wohl niemand daran zweifeln, dass Staaten wie Dänemark, Belgien, Spanien, Großbritannien, Schweden oder die Niederlande - allesamt Monarchien - demokratische Staaten sind. Andererseits gibt es Republiken wie z.B. Weißrussland, Afghanistan, Nordkorea, Haiti, China oder Nicaragua, die keineswegs als Demokratie bezeichnet werden können.
Der in Österreich verbreitete Irrtum, Republik mit Demokratie gleichzusetzen, ist vermutlich historisch zu begründen. In der Zeit während Österreich eine Monarchie war, war es meistens keine Demokratie. In der Zeit während Österreich eine Republik war, war es meistens eine Demokratie. In dieser Tatsache einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Republik und Demokratie zu sehen, ist aber falsch! Einerseits war Österreich seit dem Reichsgrundgesetz von 1867 eine konstitutionelle Monarchie und hat sich ähnlich schnell wie andere europäische Staaten in Richtung einer Demokratie entwickelt. Ab dem Jahr 1907 gab es in Österreich das allgemeine Wahlrecht für Männer (ein persönliches Anliegen des Kaisers Franz Josef) nach dem Prinzip „Jeder Mann hat eine Stimme“ also ein modernes Wahlrecht wie es auch heute noch besteht. Erstmals im Jahr 1907 und dann noch einmal im Jahr 1911, wurde der Reichsrat, das damalige Parlament von Österreich nach diesem Wahlrecht gewählt. Wie in den meisten Ländern Europas wurde das Frauenwahlrecht- in Österreich erst nach dem ersten Weltkrieg eingeführt d.h. während der Zeit der Republik. In anderen europäischen Staaten wurde das Frauenwahlrecht aber auch nicht gleichzeitig mit dem Wahlrecht für Männer eingeführt, sondern zum Teil viel später.
Man beachte: In der Schweiz wurde das allgemeine Wahlrecht für Frauen erst 1971 eingeführt! Österreich war daher vor dem ersten Weltkrieg kein Schlusslicht in der demokratischen Entwicklung, sondern es befand sich auf einem ähnlichen Entwicklungsstand wie andere Staaten. Es besteht kein Grund zur Annahme, dass die Entwicklung der Demokratie in Österreich langsamer erfolgt wäre, wenn Österreich eine Monarchie geblieben wäre anstatt eine Republik zu werden.
Im Gegenteil, es besteht aller Grund zu der Annahme, dass sich die Demokratie in Österreich sogar besser entwickelt hätte, wenn die große alte Monarchie am Leben geblieben wäre. Denn die kleinen, aus der Donaumonarchie frisch entstandenen Republiken haben uns nicht die Demokratie gebracht, sondern im Gegenteil: Sie haben die Demokratie, die es schon vor der Republik gab verloren, weil sie diese nicht gegen ihre Feinde beschützen konnten, zu denen die Austrofaschisten, die Nazis und die Kommunisten zählen.
Die Monarchie als Staatsform ist heute kein Relikt aus vergangenen Zeiten. Sie hat sich in jenen Staaten Europas, wo sie bis jetzt existiert, weiterentwickelt. Aus regierenden, autokratischen Monarchien wurden repräsentative, demokratische Monarchien. Man kann auch sagen, sie wurden „symbolische“ Monarchien. Der Monarch ist selbst zur Symbolfigur, und zwar zum Symbol für das höchste staatliche Prinzip geworden. Was aber ist das höchste Prinzip im Staat?
Das höchste staatliche Prinzip. Es ist, liebe Österreicherinnen und Österreicher, das, was jeder einzelne Bürger für sich als solches erkennt. Es kann für jeden etwas anderes sein. Der Monarch ist wie eine Projektionsfläche auf die jeder Bürger seinen Glauben, seine Hoffnung, seine Liebe und seine Werte projizieren kann. Um solchermaßen als weiße Leinwand dienen zu können, genügt es vollkommen, wenn der Monarch eine weiße Weste hat. Das heißt, er muss eine integre Persönlichkeit sein, die sich nichts zuschulden kommen lässt. Es ist völlig ausreichend, wenn diese Person einen durchschnittlichen Charakter besitzt und durchschnittlich talentiert ist - verbunden mit der bestmöglichen Bildung und Ausbildung, die den jungen Kronprinzen oder die junge Kronprinzessin hervorragend auf das zukünftige Amt vorbereitet.
Die Europäischen Monarchien haben im Durchschnitt ein deutlich höheres Pro Kopf Bruttosozialprodukt und gleichzeitig einen deutlich niedrigeren Korruptionsindex als die Europäischen Republiken.
Diese Aussage kann jeder selbst nachvollziehen anhand von öffentlich verfügbaren Daten. (Quellen: statista.com, transparency.org) Nehmen wir als Beispiel Daten aus dem Jahr 2023:
Zählt man die Bevölkerungszahlen aller europäischen Monarchien (Vereinigtes Königreich, Spanien, Niederlande, Belgien, Schweden, Dänemark, Norwegen, Luxemburg, Liechtenstein, Monaco) des Jahres 2023 zusammen, dann erhält man ein Ergebnis von ca. 168 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Zählt man das Bruttoinlandsprodukt BIP des Jahres 2023 aller europäischen Monarchien zusammen, dann erhält man ein Ergebnis von ca 7.600 Milliarden Euro. Dividiert man beide Ergebnisse dann erhält man ein pro Kopf BIP der europäischen Monarchien von ca. 45.200 Euro.
Stellt man dieselbe Rechnung für alle europäischen Republiken (Russland, Türkei, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Ukraine, Rumänien, Tschechien, Griechenland, Portugal, Ungarn, Weissrussland, Österreich, Schweiz, Serbien, Bulgarien, Slowakei, Finnland, Irland, Kroatien, Moldawien, Bosnien, Albanien, Litauen, Slowenien, Nordmazedonien, Lettland, Kosovo, Zypern, Estland, Montenegro, Malta, Island, Andorra, San Marino) an, dann erhält man als Ergebnis eine gesamte Bevölkerungszahl aller europäischen Republiken von ca. 660 Millionen Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2023.
Das gesamte BIP aller europäischen Republiken betrug im Jahr 2023 zusammengerechnet ca. 17.000 Milliarden Euro. Dividiert man beide Ergebnisse dann erhält man ein pro Kopf BIP der europäischen Republiken von ca.25.800 Euro.
Das Verhältnis der pro Kopf BIP Werte der europäischen Monarchien zu dem der europäischen Republiken beträgt ca. 45.200/25.800 = 1,75. D.h. die pro Kopf Wirtschaftsleistung war in den europäischen Monarchien im Jahr 2023 um ca. 75% höher als in den europäischen Republiken.
Umgekehrt sieht es mit der Korruption aus, die von Transparency International für die Europäischen Monarchien im Jahr 2023 als deutlich geringer berichtet wird, verglichen mit den europäischen Republiken. Der sogenannte CPI Wert („Corruption Perception Index“) ist eine Zahl, die für alle Staaten der Welt berechnet und publiziert wird. Der niedrigste (schlechteste) Wert wurde für Somalia mit „11“ angegeben. Der höchste Wert wurde für Dänemark mit „90“ genannt. Die Staaten werden auch der Reihenfolge nach mit absteigendem CPI Wert aufgelistet. Dabei belegt Dänemark den ersten Platz und Somalia den letzten (=180.) Platz. Die schlechteste Platzierung eines europäischen Staates erhielt Russland mit einem CPI Wert von „26“ (Platz 121 aller Staaten). Die zweitschlechteste Platzierung eines europäischen Staates erhielt die Türkei mit einem CPI Wert von „34“ (Platz 104 aller Staaten). Das EU Mitglied mit der schlechtesten Platzierung ist Ungarn mit einem CPI Wert von „42“ (Platz 76 aller Staaten ex aequo mit Bahrain, China, Kuba, Moldawien, Nord Mazedonien, Trinidad und Tobago. Österreich liegt mit einem CPI Wert von „71“ ex aequo mit Großbritannien, Frankreich und den Seychellen auf Platz 20 aller Staaten.
Wenn man den CPI Wert mit der Bevölkerungszahl multipliziert, dann erhält man z.B. für Großbritannien den Wert CPI x Bevölkerung = 71 x 68,35 Mio = 4.852,85 Mio. Wenn man diese Rechnung für alle europäischen Monarchien durchführt und die Summe bildet, erhält man die Zahl 11.880 Mio. Dividiert man diese Zahl durch die Gesamtbevölkerung aller europäischen Monarchien (168 Mio), dann erhält man den gewichteten Durchschnitt des Korruptionsindex CPI für die europäischen Monarchien von 70,7. Wenn man auf die gleiche Weise den gewichteten Durchschnitt des Korruptionsindex CPI für alle europäischen Republiken berechnet, erhält man den Wert 49,1. Setzt man den Wert für die Monarchien ins Verhältnis zum Wert für die Republiken ergibt sich 70,7/49,1 = 1,44. Der CPI Wert der europäischen Monarchien ist um 44 Prozent höher (=besser) als der CPI Wert der europäischen Republiken. Wenn man annimmt, dass die Korruption in einem Staat umgekehrt proportional zum CPI Index ist, dann folgt daraus, dass die Korruption in den europäischen Monarchien wegen 1/1,44 = 0,69 im Durchschnitt um ca. 30 Prozent geringer ist als in den europäischen Republiken.
Selbst wenn man Russland und die Türkei aus dieser Rechnung herausnimmt mit der Begründung, dass diese Staaten zum überwiegenden Teil nicht in Europa liegen, schneiden die Monarchien immer noch deutlich besser ab als die Republiken, obwohl die größten Wirtschaftsmächte der EU (Deutschland, Frankreich, Italien) im Lager der Republiken zu finden sind.
Ohne Russland und die Türkei betrug die Gesamtbevölkerung der Republiken in Europa 431 Mio Menschen im Jahr 2023, ihre gesamte Wirtschaftsleistung betrug in diesem Jahr ca. 14.140 Mrd Euro. Das ergibt 32.800 Euro BIP pro Kopf. Verglichen damit ist das BIP pro Kopf der Monarchien (45.000 Euro) immer noch um 37 Prozent höher als das der Republiken.
Wenn man den gewichteten Korruptionsindex aller europäischen Republiken ohne Russland und Türkei berechnet, kommt man auf einen Wert von ca. 60. Verglichen damit ist der Wert der Monarchien (ca.71) noch immer um ca. 18% höher (besser). Bzw. kann im Umkehrschluss davon ausgegangen werden, dass die Korruption in den europäischen Monarchien noch immer um ca. 16 Prozent geringer ist als in den europäischen Republiken.
Die Schwarz-Gelbe Allianz SGA ist der Meinung, dass die Staatsform der Monarchie, das höhere BIP pro Kopf und die niedrigere Korruption nicht zufällig gleichzeitig auftreten, sondern dass es einen ursächlichen und kausalen Zusammenhang zwischen ihnen gibt. Wir glauben, dass die Monarchie BEWIRKT, dass die pro Kopf Wirtschaftsleistung tendenziell höher und die Korruption tendenziell geringer ist. Wir gründen unseren Glauben auf folgende Argumente:
Wie allgemein bekannt ist niedrige Korruption eine der Voraussetzungen für hohen Wohlstand, weil Korruption dem Staat und seinen Bürgern Geld stiehlt und Wirtschaftskraft kostet.
Ein großer Teil der Bevölkerung glaubt an Gott. Für diesen großen Teil der Bevölkerung kann eine moderne Form von Gottesgnadentum ein relevanter Faktor sein. Wenn das Staatsoberhaupt als ein von Gott auserwähltes, von Gott begnadetes gesehen wird und nicht als ein von den (wahlberechtigten) Bürgern gewähltes, dann ist es (für den gottgläubigen Teil der Bevölkerung) mit einem anderen Nimbus umgeben, der eine andere Art von Ehrfurcht und Respekt verdient als ein gewähltes Staatsoberhaupt. Das veranlasst sie, sich mehr anzustrengen, nicht korrupt zu agieren und dadurch dem Staat besser zu dienen.
Aber auch für jenen Teil der Bevölkerung, der nicht an Gott glaubt, hat die Nachfolgeregelung der Monarchie, die Primogenitur, die den ältesten Sohn, oder besser heutzutage, das älteste Kind automatisch zum nächsten Staatsoberhaupt bestimmt, einen Vorteil zu bieten. Für jene, die nicht an Gott glauben, wird der Nachfolger des aktuellen Königs, der aktuellen Königin, nicht von Gott bestimmt, sondern durch den Zufall. Und das, meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, ist gar nicht so schlecht. Es hat sogar einen besonderen Vorteil.
Wenn das Staatsoberhaupt zufällig ausgewählt wird, dann wird mit großer Wahrscheinlichkeit nach den Gesetzen der Statistik ein „durchschnittlicher Typ“ zum Zug kommen und nicht ein extrem veranlagter. Ein durchschnittlich veranlagter Typ ist kein Tyrann und kein Diktator. Wenn ein durchschnittlicher Typ als Prinz geboren wird und sein halbes Leben lang auf seine Rolle vorbereitet wird mit einer langen hervorragenden Erziehung und Ausbildung an den besten Schulen, dann kommt nicht nur eine Persönlichkeit heraus, welche die Rolle des Staatsoberhaupts erfüllen kann, sondern auch ein effektiver Schutzschild gegen die Diktatur.
Wenn eine Demokratie in die Diktatur abgleitet, dann geschieht das wahrscheinlich entweder über das Amt des Regierungschefs oder über das Amt des Präsidenten. In einer konstitutionellen Monarchie kann es nicht über den Weg des Präsidenten erfolgen, weil es den nicht gibt und der Platz des Staatsoberhaupts schon durch den Monarchen besetzt ist.
Wenn ein machthungriger Regierungschef sich zum Diktator entwickeln möchte, wird er versuchen, wichtige Positionen mit seinen Kumpanen zu besetzen. Er wird danach trachten, die Institutionen der Demokratie, wie die unabhängige Justiz und die freie Presse schrittweise außer Kraft zu setzen. Dabei hat er in der Person des Monarchen einen mächtigen Gegner, den er nicht einfach durch einen seiner Freunde ersetzen kann. In einer Republik ist es leichter für den autoritären Regierungschef, das Staatsoberhaupt zu entmachten bzw. mit einem seiner Gesinnungsgenossen zu besetzen. Der Monarch bietet daher einen besseren Schutz vor dem Abgleiten einer Demokratie in eine Diktatur als ein Präsident.
Der Monarch ist in diesem Fall ein Anker der Stabilität und ein Symbol für den Fortbestand des Staates mit seiner Verfassung und seinen demokratischen Grundwerten.
Eine Diktatur ist grundsätzlich immer einem höheren Risiko von Korruption ausgesetzt als eine Demokratie, erstens wegen der geringeren Transparenz und zweitens weil ein Diktator Freunde braucht, um an der Macht zu bleiben. Diese Freunde muss er bei Laune halten.
Wenn die Monarchie das Abgleiten in die Diktatur verhindert oder zumindest erschwert, dann bewirkt sie damit auch eine im Durchschnitt niedrigere Korruption und damit eine im Durchschnitt höhere Wirtschaftsleistung.
Da eine hohe pro Kopf Wirtschaftsleistung und eine niedrige Korruption zwei der wichtigsten Merkmale eines erfolgreichen Staates und eines glücklichen Volkes sind und weil uns der erhöhte Schutz vor einer Diktatur beruhigt und beflügelt, können wir getrost behaupten:
Die Monarchie macht uns glücklicher als die Republik.