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Monarchisten fordern raschen Umbau des Bildungs- und Schulsystems PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 15. Oktober 2009 um 14:45 Uhr

Die Monarchisten -Schwarz-Gelbe Allianz fordern von der Regierung endlich Taten bei der Reform des Schulsystem und sehen den jüngsten Schwenk der ÖVP als taktisches Manöver.

In der laufenden Debatte um die Ganztagsschulen fordern Die Monarchisten die flächendeckende Einrichtung von Ganztagsschulen im Rahmen der Pflichtschulzeit. Diese müssten der Verpflegung und nachmittäglichen Betreuung der Schülerinnen und Schüler zur Erledigung der Hausübung, Abhaltung von Nachhilfe und Lernen für Prüfungen etc. dienen.

Ungewöhnlicher Vorschlag der Monarchisten lässt aufhorchen

Dabei lassen die Monarchisten mit einem ungewöhnlichen Vorschlag aufhorchen: Im Vordergrund einer solchen Ganztagsschule solle nicht der normale Unterricht stehen, der die Schüler ohnehin zu stark belast, vielmehr müsse ein Gegengewicht zum Alltag geschaffen werden: vermehrte sportliche Betätigung, eine Art "Pfadfinderwesen“ und die Beschäftigung mit der Natur sollen den Kinder und Jugendlichen Gelegenheit geben, sich "auszutoben“ und gleichzeitig das soziale Gemeinschaftswesen und Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern bzw. der in unseren Tagen auftretenden zunehmenden Bewegungslosigkeit und dem Unverständnis gegenüber der Natur entgegensteuern. Dem Marken-Fetisch könne man zudem mit der Einführung von modernen Schuluniformen entgegenwirken.

Regierung senkt Wahlalter, vernachlässigt aber politische Bildung

In dieses Nachmittagsprogramm müsse dringend auch Politische Bildung und eine Art "Staatsbürgerschaftskunde“ integriert werden, um den Heranwachsenden nicht nur Patriotismus und Offenheit gegenüber anderen Kulturen zu vermitteln, sondern diesen vor allem die Werte Pluralismus, Toleranz und Demokratie zu vermitteln.

Weiters sei ein derartiges Nachmittagsprogramm ein unersetzbarer Bestandteil einer Integrationspolitik gegenüber Inländischen Kindern aus schwierigen familiären Verhältnissen oder Kindern aus Zuwanderungsfamilien.

Lehrer: "Autoritäten" gefragt - mit 50 raus aus den Klassen

"Freilich müsste auch die Qualität des Lehrpersonals dringend verbessert werden. Es kann nicht sein, dass praktisch jeder in diesem Land Lehrer werden kann. Es muss hier eine wesentlich selektivere Auswahl bereits vor dem Studienbeginn bzw. in der Anfangsphase erfolgen. Wir brauchen nicht nur fachlich qualifizierte Lehrkräfte, wir brauchen keine Frauen- oder Männerquoten, sondern vor allem Lehrerinnen und Lehrer die aufgrund ihrer pädagogischen Fähigkeiten und ihrer Autorität geeignet sind", so SGA- Pressesprecher Alexander Simec. Darüber hinaus müsse man sich überlegen, Lehrkräfte mit 45 fakultativ und mit spätestens 50 Jahren verpflichtend vom Unterrichtsbetrieb mit den Kindern und Jugendlichen abzuziehen und in Beratungs- und Betreuungsfunktionen, Erwachsenenbildung, Verwaltung etc. einzusetzen.

Monarchisten lehnen Wiedereinführung von Studiengebühren ab

Wie SGA-Sprecher Alexander Simec weiters mitteilte, seien die Monarchisten grundsätzlich für eine Gewährleistung eines freien Zugangs zu den Universitäten. Man könne sich aber bei einem weiteren hohen Andrang ausländischer Studierender an die heimischen Unis auch vorstellen, Studiengebühren für alle Studierenden einzuführen und im Gegenzug für österreichische Studienberechtigte durch den Staat Gutscheine für ein gebührenfreies Studium ausgeben zu lassen.

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