Eine Zuschrift von vielen PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 12. August 2011 um 19:18 Uhr

Grüß Gott!

"Er ist doch unser Prinz!"

Als Kind hörte ich diesen Satz, wusste nicht, warum er gerade damals gesagt wurde, wusste aber, wer gemeint war, SKKH Otto von Habsburg-Lothringen, und schon damals als Kind empfand ich dieses Gefühl der Ungerechtigkeit. Nie habe ich diese Abwehr der österreichischen Politik gegen das „Haus Österreich“ verstanden. Wovor hatte und hat man solche Angst? Der Geschichtsunterricht ist wenig hilfreich, zu einseitig, zu undifferenziert.

Als junger Mensch verschwand das Thema aus meinem Gesichtsfeld, in dieser Zeit hat man ganz andere Interessen, außerdem schien alles so fest gefahren, lähmend, unerträglich diese Politik, diese ewig gleichen Koalitionen, keine Aussicht auf Veränderung. Als Kaiserin Zita starb, verfolgte ich über das Fernsehen mit großem Interesse das Geschehen, erfuhr erst jetzt, dass das Haus Habsburg und die Monarchie keinesfalls vergessen, in vielen Köpfen noch tief verankert waren.

Trotzdem war für mich, unwissend wie ich war, diese Epoche abgeschlossen, mit großem Bedauern allerdings, aber es schien so weit und unmöglich. Doch nie ganz abgeschlossen, denn mit Otto von Habsburg existierte ein starkes, beeindruckendes Bindeglied. Faszinierend, dass durch ihn diese Zeit nicht in die Ferne rückte, im Gegenteil. Leider erfuhr ich erst durch den Tod von SKKH Otto von Habsburg-Lothringen, dass es in Österreich nicht nur in den Köpfen, sondern auch tatsächlich eine Strömung hin zur Monarchie gibt, manifestiert in einem Verein, der Schwarz-Gelben Allianz.

Ich hatte zwar den Wunsch, an seinem Begräbnis Teil zu nehmen, aber – da gehen doch Andere hin, nicht ich! Bedauerlich! Dann aber, während ich die Trauerfeierlichkeiten im Fernsehen verfolgte (nebenbei gesagt, geschmacklos die Moderation von Frau Hannelore Veit), sah ich mich auf Ihrer Internet-Seite um, und entdeckte die Ankündigung des Requiems in der Kapuzinerkirche. Ich bin dann am Montag nach Wien gefahren, immerhin 100 Kilometer, und habe dieses Requiem mit gefeiert.

Nun möchte ich die SGA nicht mehr aus den Augen verlieren. Ich werde Ihnen den Antrag für eine ordentliche Mitgliedschaft sofort zukommen lassen. Ich würde auch gern an der Jahreshauptversammlung In Bad Ischl Teil nehmen. Bitte lassen Sie mich wissen, ob das noch möglich ist.