18. Jour Fixe: Die heilige Hedwig von Schlesien und unsere Zeit PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 29. Dezember 2009 um 15:09 Uhr

sthedwigVortrag von SE Weihbischof Dr. Andreas Laun

Hedwig von Schlesien (1174 - 1243) war als Tochter des bayrischen Grafen Berthold IV., Graf von Tirol, Kärnten und Istrien, und dessen polnischer Gemahlin Agnes, geb. von Rochlitz aus dem Geschlecht der Wettiner, so etwas wie die "Ahnfrau der Europäischen Einigung". Während der "schrecklichen, der kaiserlosen Zeit" des Interregnums nutzten die Mongolen das europäische Machtvakuum und stiessen weit in das Herz des Kontinentes vor: Schlesien wurde trotz der Aufstellung eines gemeinsamen polnisch-deutschen Heeres in Schutt und Asche gelegt.

Hedwig, die sich zusammen mit ihrem Mann Heinrich I. aus der Dynastie der Piasten um die Missionierung Schlesiens bemühte und die Zisterzienserinnen-Abtei von Trebnitz gründete, nahm sich der Armen an und führte selbst ein Leben in äusserster Bescheidenheit. Nach dem Tod ihres Mannes 1238 trat Hedwig in das von ihr gegründete Kloster Trebnitz ein und musste erleben, dass 1241 ihr Sohn Heinrich II. in der Schlacht bei Wahlstatt gegen das Mongolenheer getötet wurde. In der Folge gründete Hedwig zusammen mit Heinrichs Witwe Anna von Böhmen, der Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. Přemysl, in Wahlstatt eine Benediktinerabtei.

Dr. Andreas Laun verfasste das Vorwort zu Dr. Otto von Habsburgs Buch "mit Gott für die Geschichte - die heilige Hedwig von Schlesien und unsere Zeit". Er ist seit 1995 Weihbischof in Salzburg und gilt als Moraltheologe keineswegs als konfliktscheu.

Wann? – Freitag, 15. Jänner 2010, 19.00 Uhr
Wo? – Café im Schottenstift (1010 Wien, Schottengasse 2 – Obergeschoß)

E i n t r i t t  f r e i !

Details

JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval