Monarchisten prangern Missbrauch der österreichischen Hochschulen durch deutsche Studierende an PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 03. November 2009 um 18:17 Uhr

Die Monarchisten – Schwarz-Gelbe Allianz begrüßen die auch von der Regierung endlich aufgenommene Bildungsdebatte in Österreich und fordern, jetzt unverzüglich die richtigen Schritte zu setzen: Ausgleichszahlungen für deutsche Studenten Gratisgutscheine für Österreicher!

Monarchisten lehnen Wiedereinführung der Studiengebühren ab

Wie der SGA-Sprecher Alexander Simec mitteilte, seien die Monarchisten grundsätzlich für eine Gewährleistung eines freien Zugangs zu den Universitäten. Man könne sich aber bei einem weiteren hohen Andrang deutscher Studierender an die heimischen Unis auch vorstellen, angemessene Studiengebühren für alle Studierenden einzuführen und im Gegenzug für österreichische Studienberechtigte durch den Staat Gutscheine für ein gebührenfreies Studium ausgeben zu lassen. "Zumindest vorläufig, bis sich die Situation beruhigt hat und die Weichen langfristig wieder auf einen österreichischen Hochschulstandort mit Potenzial gestellt wurden".

Deutscher Missbrauch erinnert an Anschluss

Erstaunt zeigte sich der Sprecher der Schwarz-Gelben Allianz, dass in der Debatte eines der Hauptprobleme die deutschen Studenten bisher sorgsam vermieden wurde. "Das ist ähnlich wie in der Zuwanderungsdebatte: auf ‚die Ausländer" wird hingehaut, solange sie aus der Türkei oder Bosnien stammen. Die größte Gruppe an Neuzuwanderern ist jedoch die deutsche. Ähnlich verhält es sich mit der Übernahme österreichischer Wirtschaftsunternehmen und jetzt mit den Hochschulen. Drei Viertel der ÖH Innsbruck wird beispielsweise durch deutsche Studenten gestellt. Das ist ein zweiter Anschluss."

Ein kleines Land wie Österreich könne nicht die Numerus-Clausus-Flüchtlinge eines zehn mal größeren Staates aufnehmen und auf eigene Kosten studieren lassen. Vor allem dann nicht, wenn damit gerechnet werden könne, dass keiner der deutschen Studenten jemals in Österreich arbeiten und Steuern zahlen werde.

In jedem Fall sei aber eine sofortige Ausgleichszahlung mittels einer Pro-Kopf-Pauschale für jeden deutschen Studierenden bzw. Studierende durch die Bundesrepublik Deutschland einzufordern. Hierzu sei ein rasches und nachhaltiges Handeln seitens der Regierung gefordert.

Gleichstellung der mitteleuropäischen Nachbarn mit Inländern

Darüber hinaus fordert die Schwarz-Gelbe Allianz ein multilaterales Gleichstellungsgesetz für Staatsangehörige Ungarns, Tschechiens, der Slowakei, Sloweniens und Kroatiens, ähnlich dem derzeitigen Modell für Studierende aus Südtirol. Mit einem derartigen Gesetz könnten Studierende aus den betreffenden Staaten gesetzlich österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt und deren Studium in Österreich gesichert werden. "Das wäre ein weiterer nötiger Schritt in Richtung eines mitteleuropäischen Zusammenwachsens", so der SGA-Sprecher.

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