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Wen wählen? (wenn überhaupt) PDF Drucken E-Mail
Bei den Nationalratswahlen kommenden Sonntag werden wir Monarchisten  bekanntlich nicht teilnehmen können, weil wir trotz erfreulichen Zugewinnen gegenüber 2008 die notwendige Zahl an Unterstützungserklärungen aufgrund der viel zu geringen Menge an ehrenamtlichen Helfern wieder klar verfehlt haben. Nun stellt sich die Frage: Wen wählen, sofern man überhaupt am Urnengang teilzunehmen gedenkt?
 
 
Wir geben keine Wahlempfehlung ab, weil wir unsere Mitglieder für mündig genug halten, zu einer eigenständigen Entscheidung zu kommen. Eine kleine Hilfestellung leisten wir jedoch gerne und vergleichen die bundesweit kandidierenden Parteien in Hinblick auf die Kernthemen unseres Programms: Monarchie und Mitteleuropa.  
 
SPÖ: Historisch die verstockteste Vertreterin eines Republikanismus mit starken Habsburg-kannibalistischen Zügen, die sich auch heute noch in der Person von Klubobmann Josef Cap sozusagen inkarnieren. Blockierte noch 2010 die vollen Bürgerrechte von Mitgliedern regierender und ehemals regierender Familien.
 
In den Jahren vor dem Ende des Kommunismus stellte sich die SPÖ taub gegenüber den Bürgerrechtlern in Ostmitteleuropa und zog es stattdessen vor, mit den Eliten der volksrepublikanischen Regimes zu kommunizieren (etwa Franz Vranitzky 1991 während des Zerfalls der sozialistischen Republik Jugoslawien: "Unsere Verhandlungspartner sitzen immer noch in Belgrad.")
 
ÖVP: Nicht minder republikanisch als die SPÖ; verfügt über keinen einzigen monarchistisch gesonnenen Abgeordneten, klimpert aber vor Wahlen gern auch auf dem wertkonservativen Klavier, wenn es um unsere Stimmen geht.
 
FPÖ: Heinz-Christian Strache und seine Nationalratsabgeordneten wollten 2007 die Monarchisten verbieten lassen. Haben wie SPÖ und ÖVP keinen einzigen exponierten Schwarzgelben in ihren Reihen und wollen zurück zur nationalen Kleinstaaterei.
 
BZÖ: Die Linie des BZÖ ist derzeit für uns kaum erkenn- und bewertbar, vor allem in Hinblick auf die Reihung ihrer bekanntesten Mandatare auf aussichtslosen Listenplätzen, Wiedereinzug ins Parlament unsicher.
 
Grüne: Ließen Ihren eigenen Funktionär Dr. Ulrich Habsburg-Lothringen sowohl bei der Bundespräsidentenwahl 2010 als auch bei dessen Vorstoß hinsichtlich Aufhebung des Adelsverbots vor einem Jahr im Regen stehen. Das Adelsaufhebungsgesetz stehe nicht zur Disposition, erklärte damals  die grüne Verfassungssprecherin Daniela Musiol. Habsburg vertrete eine Einzelmeinung, die der „breiten republikanischen Haltung“ der Grünen zuwiderlaufe.
 
Team Stronach: Das „Team“ im Parteinamen kann man getrost streichen: One-Man-Show eines alten Herren, der nicht zuhören kann und in dessen Weltbild eine Rückkehr zu einer Monarchie keinen Platz hat. Vorjährige Versuche der SGA, mit Frank Stronach Kontakt aufzunehmen, waren nicht von Erfolg gekrönt.
 
KPÖ: Kommentar überflüssig.
 
Piraten: Diffuses Internet-Projekt junger Leute weit abseits unserer Kernpunkte wie der Staatsformfrage.
 
NEOS: Tendenziell bürgerlich-liberales Gemeinschaftsprojekt mit zumindest einem exponiert monarchistischen Kandidaten: Mag. Tibor Pásztory, designierter niederösterreichischer Spitzenkandidat der SGA (wiewohl nicht deren Mitglied) im Jahr 2008, kandidiert diesmal für die NEOS im Weinviertel und führt einen Vorzugsstimmenwahlkampf. Seine prononciert mitteleuropäische und royalistische Haltung, die er auch immer wieder gegenüber den Medien eingenommen hat, hat Pásztory zumindest nicht geschadet. Wie auch insgesamt nüchtern festzuhalten ist, dass bereits das an den NEOS mitbeteiligte LIF in der Frage der Staatsform wie auch der Wiedereinreise der Söhne Kaiser Karls stets eine wohltuend unhysterische Haltung eingenommen hat.
 
Als einziger der nicht im Parlament vertretenen Parteien wird den NEOS eine halbwegs reale Chance auf einen Einzug ins Parlament eingeräumt.
 
 

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