Resumée zur Kundgebung vom 12. November PDF Drucken E-Mail

An alle, die nicht dabei waren: ihr habt viel, sogar sehr viel, versäumt. Ihr altgedienten Mitstreiter aus Wien-Umgebung, den östlichen und westlichen Provinzen, ihr habt euch die beste SGA-Kundgebung, die wir jemals hatten, entgehen lassen.

Ihr wart bei einer Sternstunde nicht dabei! Es sind euch entgangen: (mäßig kaltes, aber) strahlend schönes, klares Kaiserwetter, eine Vielzahl interessanter, anregender Gespräche und Diskussionen mit Passanten, vornehmlich solche, die mit Monarchismus noch nie in Kontakt kamen, neugieriges Interesse an unseren Transparenten, mitreißende jazzige Musikuntermalung und zum Abschluss nach getaner Arbeit gutes Essen und Glühwein (Bier oder Limonade) bei Live-Bluesmusik in unserem Vereinslokal, gemeinsames Lachen und Plaudern in unserer sympathischen, harmonischen Arbeitsgemeinschaft.

Aktionstag Wien

 

 

An dieser Stelle möchten wir den sieben wackeren Teilnehmern, mit unserem Vizeobmann Harald Sorger an der Spitze, herzlich danken, denen das Verdienst für das Gelingen gebührt. Besonders hervorzuheben ist die Leistung jener drei Damen, die erstmals an einer SGA-Kundgebung teilnahmen. Zwei von ihnen wagten sich zum ersten Mal ans Verteilen von Foldern bzw. Ansprechen von Passanten. Das ist sicher nicht leicht gefallen, wurde aber von ihnen, wie von allen anderen, bravourös gemeistert.

 

Aktionstag Wien

Nun der Verlauf im Detail: Zuerst standen wir mit drei Transparenten und einem Infotisch vor dem Schloss Schönbrunn (Hietzinger Eingang). Zusätzlich wurden Folder verteilt und Fragen beantwortet. Das Gleiche nach einer Aufwärm- und Stärkungspause am Ende der Mariahilferstraße vor dem Museumsquartier. Die häufigsten Fragen: Meint ihr das wirklich ernst? und Wer soll‘s denn werden? (Manch einer meinte scherzhaft: ich stelle mich gern als Kaiser zur Verfügung.) Daneben gab es auch tiefergehendes Interesse, Wohlwollen oder auch mehr oder weniger fundiert begründete Ablehnung.

 

Aktionstag Wien

 

Gerade die häufige Frage nach der Ernsthaftigkeit zeigt meiner Meinung nach, dass wir hier von sehr vielen Leuten erstmals überhaupt wahrgenommen wurden - meist mit Verwunderung und Erstaunen, seltener auch mit Spott oder Entrüstung. In Ischl waren wir ja immer nur mit den übliche Verdächtigen konfrontiert, was Monarchismus betrifft, und die bisher stattgefundenen 12.-November-Fackelmärsche haben uns sowieso mit kaum jemandem ins Gespräch gebracht. Deshalb spreche ich von einer Sternstunde. Wir haben hier das Maximum herausgeholt, das mit personell und finanziell beschränkten Mitteln ohne ORF-Promotion derzeit möglich ist und einen Veranstaltungsprototypen aus der Taufe gehoben, der sich nun nach bewährtem Muster leicht wiederholen lässt. 

Das heißt: für alle diesmal Daheimgebliebenen gibt es in Hinkunft keine Ausreden mehr! Sowas kann problemlos und mit überschaubarem Zeit- und Arbeitsaufwand z.B. auch in Salzburg organisiert werden. Man bräuchte nicht einmal neue Transparente anfertigen.

 

Aktionstag Wien

 

Am Standort Museumsquartier wurde unsere Veranstaltung von einem Grüppchen aus der autonomen/alternativen Szene bereichert, denen ich an dieser Stelle ebenfalls meinen besonderen Dank aussprechen möchte, und zwar genauso ernst gemeint wie unsere politischen Ziele: sie haben uns mit mitreißender Musik versorgt sowie das Interesse der Passanten geweckt. Wenngleich sie unsere politischen Ziele selbstverständlich ablehnen, waren sie doch an unserem Informationsmaterial und an Gesprächen interessiert. Ich bin mir nicht sicher, ob das von ihnen auch so beabsichtigt war, aber ich habe mich über dieses Zusammentreffen ehrlich gefreut, weil es ungewöhnlich und für uns überdies sehr hilfreich war. Ich finde es überhaupt interessanter mit politischen Gegnern ernsthaft zu diskutieren als Spöttern und oberflächlichen Ignoranten entgegentreten zu müssen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Zug mit den Transparenten zum Republiksdenkmal. Da wir hier nur mehr zu fünft waren, boten wir den Passanten deutlich erkennbar ein Bild zum Schmunzeln. Den milden Spott reiche ich hiermit gleich an alle bei der Veranstaltung NICHT anwesenden Monarchisten weiter – ihnen gebührt er! Immerhin ist der 12. November der 1. Mai der Monarchisten! Da können wir nicht schwächeln. Auch wenn einzelne Gründe fürs Fernbleiben verständlich und legitim sind, die Abwesenheit so vieler war ein echter Wermutstropfen in dieser sonst so gelungenen Kundgebung. 

Dies schmerzt umso mehr, als sich uns in jüngster Zeit, zumindest im Raum Wien, ungeahnte neue Möglichkeiten eröffnet haben, mit dem Vereinslokal, mit dem frischen Wind und neuen Ideen der aktiven Wiener Mitglieder. Es wäre wirklich schade, wenn diese Chancen ungenützt verstreichen.

 

Aktionstag Wien

Wir möchten den vielen hundert zahlenden Mitgliedern der SGA im In- und Ausland für ihre finanzielle Hilfe danken. Ohne ihren Beitrag könnten wir nichts umsetzen. Dennoch wünschen wir uns, dass viele von denen, die bisher nur zahlend in Erscheinung traten, auch aktiv werden. Und sei es nur mit einem kurzen aufmunternden Besuch bei einem unserer Infostände. Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, auch für ganz schmale Zeitbudgets.

Denn eines soll allen Monarchisten Österreichs klar sein: wollt ihr ernsthaft die Monarchie, so MUSS JEDER einzelne von euch sich AKTIV dafür einsetzen. Mit der Einstellung “die anderen“ (oder “der Vorstand“ usw.) „sollen was tun“ (aber ich halte mich nobel im Hintergrund), wird sich GARANTIERT nichts am Zustand Österreichs ändern.

Nächste Gelegenheit: SGA-Medienworkshop 2 und 3 am 25. und 26. November (Näheres siehe in der Rubrik Termine auf der Startseite). Der Zweck ist, professionelle Öffentlichkeitsarbeit zu erlernen. Das Erlernte lässt sich bei der nächsten Kundgebung, Infotisch oder Ähnlichem dann gleich anwenden.

In diesem Sinne: VIRIBUS UNITIS !


Gertrud Kirschenhofer


Nachtrag: Herby Loitsch, Gestalter der Sendereihe "Trotz Allem" auf der alternativen Radiostation "Radio Orange", hat an unserem Aktionstag ein Interview mit SGA-Sekretär Alexander Simec geführt und dies UNGESCHNITTEN gesendet. Davon kann sich der ach so seriöse und objektive Österreichische Republiksfunk (ORF) ein Scheiberl abschneiden ... Hier kann man es nachhören

Nachtrag 2: Auch bei der portugiesischen Monarchistischen Volkspartei (Partido Popular Monarquico) findet unser Aktionstag positiven Widerhall: siehe