Mitteleuropa soll stärkere Rolle in Europa spielen PDF Drucken E-Mail
altDie Bürgerbewegung „Die Monarchisten – Schwarz-Gelbe Allianz (SGA)“ sieht es als ein zentrales Ziel, dass die „Kernstaaten Mitteleuropas“ in Zukunft möglichst eng zusammenarbeiten, um dadurch in Europa eine wesentlich größere politische Rolle zu spielen.

Alternative zum „Zentralstaat EU“

Sollte das „Projekt Europäische Union“ scheitern oder in einen Zentralstaat kippen, müsse man sich laut der SGA schon jetzt Alternativen überlegen. Überhaupt ist für die Schwarz-Gelbe Allianz eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie unabdingbar: „Was wir wollen, ist eine Kooperation auf europäischer Ebene. Jedes Land im Donauraum - insbesondere Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien und Österreich - ist auf sich alleine gestellt und deshalb unbedeutend, was Entscheidungen zu großen internationalen Fragen betrifft“, so SGA-Sprecher Alexander Simec.
Die Monarchisten fordern mitteleuropäisches Engagement der Bundesregierung

Wie jetzt zu sehen sei, würden die großen, zukunftsweisenden Entscheidungen in Europa ausschließlich in Berlin und Paris getroffen – unter Ausschluss der Klein- und Mittelstaaten und demokratisch legitimierter Organe. „Es kann doch nicht sein, dass alle Entscheidungen, die von Brüssel oder Berlin kommen, in den Hauptstädten Mitteleuropas einfach nur abgenickt werden. Wenn hier jedoch Kooperationen gelebt werden, könnten die kleinen Staaten des Donauraumes wie eine große Volkswirtschaft gegenüber Brüssel auftreten“, so der SGA-Sprecher. Es sei nicht einzusehen, warum die Federführung bei der Bewältigung der derzeitigen Krisen nur den Franzosen und Deutschen überlassen wird. „Ein vereintes Mitteleuropa würde die Krisenbewältigung fördern – Verbesserungswürdiges gibt es genug. Was wir Monarchisten vermissen, ist ein mitteleuropäischen Engagement der Regierungen!“
 
Der Donauraum: zwischen den großen Volkswirtschaften

Auch wirtschaftlich sei der Donauraum zersplittert und nicht konkurrenzfähig. „Erst kürzlich hat die ungarische Regierung chinesische Großinvestoren präsentiert. Russische Konzerne übernehmen tschechische oder slowakische Unternehmen im großen Stil. Zahlreiche österreichische Betriebe und Banken befinden sich heute in der Hand deutscher und italienischer Großbanken. Dies alles ist nicht immer zum Vorteil der betreffenden Bevölkerung. Wenn man die wirtschaftliche Lage betrachtet, stellt man fest, dass die mitteleuropäischen Volkswirtschaften heute von der viel größeren deutschen und teilweise auch der russischen Volkswirtschaft dominiert werden.“
 
Mitteleuropa muss zusammenarbeiten

Die Schwarz-Gelbe Allianz will daher die „Kernstaaten Mitteleuropas“ über eine engere Kooperation auch wirtschaftlich stärken. Eine Kooperation macht die SGA aber von der Bereitschaft der Bevölkerung abhängig.
 
 
 
Presseaussendung, 19. August 2011