Zahlenverständnis à la Republik

Am Freitag, den 29. Februar, erschien in den "Salzburger Nachrichten" folgender Artikel:
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Wofür würden wir kämpfen?

Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Diese Frage stellte das GfK-Institut für Politikforschung jetzt in einer Meinungsumfrage. Das Ergebnis: Die Österreicher sind durchaus kampfbereit – für die persönliche Freiheit (zu 88 Prozent), für die Demokratie (83), für die Unabhängigkeit Österreichs (71) und für die Religionsfreiheit (55). Für die Unabhängigkeit eines anderen westeuropäischen Landes würden hingegen nur 35 Prozent der Österreicher zu den Waffen greifen.

Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage 1955 hat sich das Demokratie- und Freiheitsbewusstsein der Österreicher damit mehr als verdoppelt. Auch der Glaube, dass Österreich eine Nation darstellt, ist seit damals stark gereift. Heute bejahen 82 Prozent der Bürger, dass Österreich eine Nation ist. Vor 50 Jahren waren es 0 Prozent gewesen, vor 40 Jahren auch erst 47 Prozent.

Verneint wird die Existenz einer österreichische Nation heute nur noch von 7 Prozent. Selbst unter den FPÖ-Wählern sind es bloß 17 Prozent. Auch im Dritten Lager sei der deutschnationale Gedanke also nur noch schwach ausgeprägt, erklärt GfK-Forscher Peter Ulram. Stolz darauf, Österreicher zu sein, sind heute 90 Prozent der Bürger. Diese überwältigende Zahl macht die Österreicher zu Weltmeistern im Nationalstolz. Nicht einmal die „Grande Nation“ der Franzosen weist so überragende Werte auf, bemerkt Ulram.

Passend zum Gedenkjahr 2008 wurden die Österreicher zu ihrer Meinung über das Ende der Monarchie 1918 und der Annexion durch Hitler-Deutschland 1938 befragt. Der „Anschluss“ im März 1938 gilt 90 Prozent der Österreichern heute als „tragisches Ereignis“. 67 Prozent meinen, es wäre zu verhindern gewesen, wenn alle politischen Kräfte gemeinsam gegen die NS-Gefahr aufgetreten wären. Eine Mehrheit von 53 Prozent ist der Ansicht, dass Österreich damals militärischen Widerstand hätte leisten sollen, 41 Prozent sind dagegen. Immerhin 29 Prozent beurteilen das damalige Ende Österreichs als „natürliche Verbindung mit dem deutschen Volk“, 26 Prozent sprechen von einer „politischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit“. Und die Mehrheit von 53 Prozent meint, der „Anschluss“ brachte wirtschaftliche Vorteile.

Eine ähnliche Umfrage hatte es im Jahr 1980 gegeben. Damals hatten nur 28 Prozent gemeint, Österreich hätte gegen Hitler kämpfen sollen. Und 44 Prozent hatten damals den „Anschluss“ als Notwendigkeit bezeichnet. Dass es im NS-Staat millionenfachen Judenmord gegeben hat, war 1980 noch von 13 Prozent der Befragten geleugnet worden. Heute gibt es noch sieben Prozent Holocaust-Leugner.

Der Monarchie weinen die Österreicher keine Träne nach. Drei Viertel sehen im Untergang der Monarchie 1918 den Beginn der Demokratie des unabhängigen Österreichs. Dass seither der Kaiser als überparteiliche und ausgleichende Integrationsfigur fehle, wird nur von 42 Prozent bejaht. Aber immerhin 38 Prozent der Österreicher hätten gerne in der Monarchie gelebt, ergab die GfK-Umfrage. In die Zeit 1918 bis 1945 wünscht sich fast niemand zurück.
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"Nur 42" Prozent sind also für den Kaiser - hochinteressant, wie die offenbar sehr republikstreue Presse hier die Realität zu verdrehen versucht. Hier wird behauptet, die Österreicher weinten der Monarchie keine Träne nach, und bereits im übernächsten Satz widerspricht sich der Artikel.

42 Prozent sind absolut gesehen vielleicht eine Minderheit, doch sie sind für die monarchistische Bewegung ein hochinteressanter Wert: Wenn bereits jetzt soviele Menschen einen Kaiser als überparteiliche Symbolfigur befürworten, wieviele mögen es dann erst werden, wenn die SGA mit einem effektiven Wahlkampf an die Öffentlichkeit tritt?

Der Artikel versucht es herunterzuspielen, doch: Die Menschen interessieren sich zunehmend für die Möglichkeit einer Zweiten Monarchie, kein Medium und keine Regierung dieser Republik wird dagegen auf Dauer etwas unternehmen können!